tzscherli
Mein Semester in Trondheim als Karte --> hier!










Erster Arbeitstag

Ich bin da. Am Freitag in Trondheim angekommen ist heute mein erster Arbeitstag. Noch hab ich aber nur Buerokratie vor mir. Aus mir muss ja erstma ein Student an der NTNU werden und meine Karte muss freigeschaltet werden. Die sieht aus wie mein Studentenausweis an der HTW nur das es hier eben auch Schluessel zu meinem Buero wird. Mehr werd ich dann heut abend schreiben. Hoffentlich klappt das auch mit dem Internet im Wohnheim, dann folgen auch die ersten Fotos von der Faehre und der Fahrt nach Trondheim.
cu later
10.3.08 11:58


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Die Reise ins Land der Elche

So, jetzt hab ich auch im Wohnheim Internet und kann etwas ausführlicher werden. Hier stimmt auch die Tastatur wieder und das tippen geht mir schneller von der Hand. Hier folgt jetzt etwas ausführlicher meine Reisebeschreibung. Also Start war um 1.00 Uhr nachts am Donnerstag in Hermsdorf. Von da aus ging es 6 Stunden lang auf der Autobahn bzw. mal kurz Landstraße nach Kiel. Zwischendurch hab ich dreimal angehalten. Das erste Mal nur um zu tanken. Beim zweiten Mal wollte ich was essen und zufällig wars ein Rastpaltz mit McDonald & McCafé also gabs nen Cookie und nen großen Latte Machiato. Und beim dritten Mal hab ich nochmal im billigen Land vollgetankt kurz vor Kiel. In Kiel war dann auch alles ausgeschildert und ich war gleich am Fährhafen. Der Kai nannte sich auch gleich Norwegenkai, da war Irrtum ausgeschlossen. Zwischenziel erreicht um 7.30 Uhr. Die Fähre sollte aber erst 14 Uhr abfahren und 13 Uhr sollte der CheckIn los gehen. So hab ich die meiste Zeit im Auto verbracht, mal schlafend und dann wieder lesend. Um 10 Uhr kam dann die Fähre aus Oslo an und ich konnte nur staunen wie groß so ein Schiff ist. Ich war auch überrascht wie schnell die Pkws aus dem Schiff kamen. Bei den Lkws hats teilweise etwas länger gedauert. Ich hab mir dann auch ma das Gebäude angeguckt, in das die ganzen "Passagiere ohne Auto" verschwunden sind. Das sah bissel aus wie auf nem Flughafen. Glastunnel zum Schiff, kleiner Kiosk und Souvenirshop und CheckIn-Schalter. Außerdem super Blick auf das große Schiff.

Mein Blick draußen dagegen war weniger aufregend. Ich hab die ganze Zeit auf zwei unbemannte Häuschen gestarrt und gewartet, bis da endlich ma jemand war. Um kurz nach 13 Uhr kam dann auch endlich jemand. Da wurde mir erstma erklärt ich hätte mir drinnen eine BordingCard holen müssen. Nirgendwo stand ein Schild! Und ich hab mich nun wirklich genau umgeguckt. Dann durfte ich einmal um das große Haus drumherum fahren und stand nun genau vorm "Loch" ins Schiff. Da mußte ich dann allerdings wieder 20min warten, weil die noch nicht damit fertig waren die Lkws einzuladen.

Und ich mußte als erster Pkw da rein. Keiner dem ich es nachmachen konnte. Aber ich habs bewältigt. Dann hieß es alles Gepäck schnappen, das man für die Nacht braucht und ein netter Herr von der Fähre hat mir noch nen Zettel gegeben wo mein Auto versteckt ist. (Auf Deck 4) Dann gings auf die Suche nach meiner Kabine auf Deck 10. Dort angekommen mußte ich erstmal die Eindrücke von diesem riesigen Schiff verdauen.

Ein kleiner Spaziergang hats nicht wirklich besser gemacht. Total das große Luxushotel auf Wasser. An jedem guten Ausguck war ein Restaurant und nur schick angezogene Leute. Da hab ich mich ganz schön gewundert, was ich da soll. Da hab ich erstma bissel in meiner Kabine geschlafen. Am Abend bin ich dann auch ma auf das SunDeck, was ich auf meiner Übersichtskarte vom Schiff entdeckt hatte. Aber das Meer bei Nacht ist einfach nur schwarz. Ganz in der Ferne waren ein paar dänische Lichter an der Küste zu sehen. Ich hab dann einen Fototermin für den Morgen geplant. Dann gings wieder in meine Kabine und ins Bett. Immerhin fehlte mir ja eine Nacht Schlaf und den hieß es jetzt nachholen, um für die Fahrt in Norwegen fit zu sein. Die Position des Schiffs lies sich übrigens mit dem Fernseher in der Kabine überprüfen. Dort war eine genaue Routenkarte mit aktueller Position. Und um in einer Innenkabine ohne Fenster nicht zu verpassen, was draußen so vor sich geht, gabs auch noch ne Frontkamera, von ganz oben auf dem Schiff. So hab ich auch die Norwegische Küste um 6 Uhr früh im Fernseher gesehen. Gegen 8 Uhr hab ich dann meinen geplanten Ausflug an Deck unternommen. Und dabei natürlich auch reichlich Fotos von der Küste gemacht.

Das Einlaufen in den Hafen von Oslo hab ich leider nicht miterleben können, denn für Autofahrer heißt es bereits eine Viertelstunde vor Ankunft ab in die Autos. Nach dem Anlegen ging dann das "Loch" an der Spitze vom Schiff auf. So konnten wir auch alle wieder grade rausfahren. Ich mußte allerdings erstma warten bis die Autos aus Deck 3 raus waren. Deck 4 war nur so ein Zwischendeck für Pkws. Beim einparken mußten wir eine Rampe schräg hoch und mein Auto stand am Abgrund, geschützt durch ein kleines Netz davor. Zum rausfahren hat sich dann der Untergrund unter meinem Auto nach unten bewegt und was grade noch Abgrund war, war jetzt das Ende der Rampe schräg nach unten. Dann mußten wir vielleicht nochmal 10min anstehen für den Zoll. In der Schlange für nichts zu verzollen wurde aber nur jedes dritte Auto angehalten. Meins zum Beispiel. Kurze Frage "Wohin solls gehen?" und "Was machst du dort?". Das wars weiter gings. 10.21 Uhr war dann schon meine erste Rast auf der E6 nach Trondheim am Rande von Olso. Da hab ich nur kurz telefoniert und berichtet, dass ich wieder an Land bin. Es folgten 8 Stunden Autofahrt durch schöne Landschaft mit einem Tankstop bei Lillehammer. Es war wirklich schön, die Sonne schien, die Straße war meistens trocken und rechts und links war immer viel Schnee, Berge und Wäldchen. Im Tal war die Straße noch schön und dann gings eben auch ma rauf auf nen Berg. Da durfte ich ne ganze Weile oben fahren, allerdings lag da schon ne Menge Schnee und Eis auf der Straße.

Da bin ich dann eben noch langsamer gefahren. Eigentlich ist ja hier sowieso schnell fahren verboten, aber vor den meisten Blitzern steht weit vorher ein Warnschild. Das scheinen die Norweger auch zu wissen. Naja wer weiß was die machen, wenn ma ne spontane Kontrolle da steht. Ist aber vielleicht in der Einöde eh nicht so üblich. Um ca. 18 Uhr bin ich dann in Trondheim angekommen und mußte "nur" noch das Haus von meinem Betreuer finden. Leichter gesagt als getan so ohne Stadtplan und nur mit ScreenShot von googlemaps. Ich bin dann nach ner halben Stunde sinnlos rumfahren an der nächsten Tankstelle nen Plan kaufen gegangen und hab mir sagen lassen wo ich bin. Dann bin ich nach Gefühl richtig gefahren und hab dann ma zum gucken obs noch richtig ist rechts gehalten. Siehe da, die nächste Seitenstraße war mein Ziel. Jan, seine Frau Diana und die kleine Tochter Sophie waren alle sehr freundlich zu mir. Außerdem hatten sie noch einen deutschen zu Besuch, der in Bergen lebt und nur wegen der Blasorchestermeisterschaft in Trondheim war. Ist wohl auch ein ehemaliger Kollege von Jan. Na jedenfalls wurde mir gleich noch der Rest vom Abendbrot gegeben, der auf dem Tisch stand, weil man ja nach einer so langen Reise hungrig sein muss. Mann, da hab ich dann schon wirklich viel englisch gesprochen. Und nachdem Jan mir ungefähr 5 mal (gefühlte 50 mal!) den Weg ins Wohnheim erklärt hat, bin ich dann wieder los. Ich hätte natürlich bleiben dürfen. Aber die haben auch verstanden, dass ich ins Bett will. Das Wohnheim hab ich dann ohne Probleme gefunden und mein ganzes Zeug ausgeladen. Dabei hat mir sogar einer meiner Mitbewohner geholfen. Dem war auch nach reden zu Mute...mir leider immer mehr nach schlafen.

Mittlerweile weiß ich wenigstens, dass er Konstantinos heißt. So mein erstes Wochenende und meinen ersten Arbeitstag beschreib ich dann die Woche mal.
10.3.08 17:35


Meine Arbeit...

... am Campus in Dragvoll. Also ich sitze hier im Basement vom Campus. Das ist ne Mischung aus Keller und Erdgeschoss. Wenn man ins Gebauede kommt ist es eigentlich das Erdgeschoss, aber der Raum hat keine Fenster. Zumindestens nur einige wenige an der Decke ... also Keller.
Noch kann ich auch immer zwischen zwei Raeumen pendeln. In dem kleineren wo ich eigentlich sitzen soll, sind die Computer zu alt und es gibt nicht die aktuellste Version von ArcGis. Da kann ich auch nur einiges im Internet lesen. Nebenan kann ich aber nicht immer sitzen, weil das ein Kursraum ist. Da werd ich dann also nur geduldet waehrend der Kurse. Dort sind aber die Computer auf dem neuesten Stand. Flachbildschirme, kleine Computer und neueste Software.
In ein paar Wochen aendert sich die Situation hoffentlich. Zumindestens hat mir mein Betreuer versprochen, dass neue Computer fuer meinen Arbeitsraum unterwegs sind. Das waer schon allein deshalb guenstig, dass ich auch ma meine Tasche stehen lassen koennte.
So nun aber zur Arbeit. Also das Ziel besteht darin eine GIS Datenbank zu erstellen, in der alle Umweltkatastrophen, die mit dem Klima zusammenhaengen, enthalten seien sollen. Meine Aufgabe dabei ist es den Anfang zu schaffen. Aus der Exceltabelle die Koordinaten der Katastrophen zu nehmen und die Punkte zu finden. Da es nicht immer nur einen Punkt betrifft soll ich dann auch Polygone machen, in denen ein groesseres Gebiet enthalten sein wird.
Aber bis dahin ist noch etwas Zeit erstmal soll ich mich mit den Daten anfreunden, die ich im Excel hab, und einige Uebungen im ArcGis 9.2 machen, um warm zu werden.
So sitz ich heut also dran und lerne mithilfe des ESRI VirtualCampus wie man Daten editieren kann.
Dafuer hab ich scheinbar auch erstmal alle Zeit der Welt...
das macht auf jeden Fall ne Menge Spass und man lernt was dabei. Nicht zu vergessen, dass ja alle Uebungsanleitungen auf englisch sind und ich so auch noch meine Sprachkenntnisse verbessere.
12.3.08 16:36


Bald bin ich Norweger...

... na nicht ganz, aber da ich mehr als 3 Monate hier verbringen moechte, hab ich heute den Vormittag auf dem Amt fuer Imigranten rumgesessen und darauf gewartet eine "Residence permit" zu bekommen.
Die hab ich zwar noch nicht, aber nach 2 Stunden warten, war ich sehr nah dran. Also die Entscheidung wurde nicht sofort dort am Schalter getroffen sondern wird mir irgendwann in den naechsten Wochen per Post zu gehen.

Ausserdem hab ich heut auch meine Monatskarte fuer den Bus gekauft. Endlich muss ich keine endlosen Spaziergaenge mehr machen. Es sei denn ich will. So bin ich dann heute aus der Stadt zum Wohnheim Bus gefahren und zum Campus doch wieder gelaufen. Bis zum Campus laeuft man in 30 Minuten und man hat auf dem Weg auf einem Stueck eine wunderschoene Sicht ueber die Stadt und den Fjord.
Da der Spaziergang in die Stadt (Down Town) aber mindestens 45 Minuten dauert werd ich wohl da demnaechst immer den Bus nehmen. Ich wohn naemlich oben und da gehts Richtung Stadt die ganze Zeit nur runter. Das ist ja in die eine Richtung ganz lustig, wenn das Wetter passt. Aber in die andere Richtung bedeutet das ja nur berghoch laufen und das ist nach spaetestens ner halben Stunde nicht mehr so witzig. Zumal ja im Moment auch noch nicht der ganze Schnee getaut ist und man an manchen Stellen kaum freien Fussweg hat. Am Wochenende waren die Fusswege noch komplett vereist. Da heisst es dann auch noch langsam gehen und aufpassen, dass man sich nicht auf die Nase legt.
Ist mir auch nur einmal auf dem Spaziergang in die Stadt am Samstag passiert...war aber mehr ein auf den Hosenboden setzen und gleich wieder aufstehen.

So dann werd ich mal fuer heute Feierabend machen, nachdem ich sooo fleissig gearbeitet hab .
12.3.08 16:44


Fotos

Ich habs bewältigt, ab jetzt gibts Fotos zu gucken für die, die wollen.
12.3.08 23:19


Die Arbeit...

... so gestern und auch heute sitz ich vor den Kursen vom ESRI Virtual Campus. Die sind wirklich gut und ich lern auch neues. Das meiste davon sollte ich aber eigentlich schon aus Dresden kennen.
Naechste Woche werd ich dann allein hier sitzen, denn Jan macht Skiurlaub in den Bergen in der Umgebung von Trondheim. Dazu war er heute extra bei mir hier unten im Basement und hat mir einen etwas alten Reisefuehrer von Norwegen geliehen. Bis auf die Strassenkarte werd ich aber nicht viel damit anfangen koennen. Denn die Texte sind auf norwegisch. Auf alle Faelle hat er mich eingeladen, falls mir naechste Woche allein hier langweilig wird oder ich unbedingt mal raus will, dass ich ihn und seine Frau besuchen kann.
Ich gehoer ja aber nicht so zu Skifahrern und werd sicher die Woche auch so ganz gut rumbringen.
Dann hat er mich noch 2 Afrikanern hier im Raum vorgestellt. Das ist der Vorteil, wenn man im Kursraum sitzt. Mittlerweile hab ich auch gelernt, dass es das Labor fuer die Masterstudenten ist. So ist nur ein kleiner Teil der Leute, die hier reinkommen Norweger. Und wie mir immer mehr scheint...der groesste Teil Afrikaner. Die sind auch wirklich nett. Aber ist ein bissel komisch so vorgestellt zu werden und bissel nach dem Motto sprecht mit ihr, damit sie nicht nur allein hier sitzt.
So hat der eine mich dann grad bissel nach meiner Arbeit gefragt und ich bin gezwungen auch bissel englisch zu sprechen.
So ist auch nach einer Woche alles noch spannend und es gibt immer mal was neues zu erleben...
14.3.08 13:28


Das Wochenende geht zu Ende

Das war ein wirklich schönes Wochenende. Mein zweites in Norwegen. Angefangen hat alles am Freitagabend auf einer Osterparty. Die war organisiert von zwei deutschen Studentinnen. Also waren auch deutsche Gäste da und ich kenn jetzt mindestens vier Deutsche hier im Studentendorf und eine aus einem Dorf etwas weiter weg von Trondheim. Da hab ich jetzt auch ne Ostereinladung. Mal sehen ob das klappt...
Die Party war nett und zuerst in so einem Studentenclub im Keller von einem der Häuser hier im Dorf. Da das 23.50 Uhr geschlossen wurde, gings danach noch in einer Küche einer WG weiter und ich war nachts um 2 im Bett.
Am Samstag war dann nur ein bissel einkaufen angesagt, weil ich mich nicht motivieren konnte bis in die Stadt zu gehen. Dafür hab ich den Nachmittag mit meiner italienischen Mitbewohnerin in der Küche gesessen und geredet. Sie hat mir den Geschirrspüler erklärt und die Waschmaschinen gezeigt. Abends hat sie mich dann eingeladen sie und eine Freundin auf eine Party zu begleiten.
Bevor wir von einer Spanierin abgeholt wurden, haben wir noch mit Konstantinos (der Grieche aus meiner WG) und seinen drei Besucherinnen aus Lettland (eine studiert in Norwegen und zwei in Kopenhagen) zusammen gesessen. Die hatten Wodka dabei, der pur getrunken wurde. Das hat sogar ganz gut geschmeckt. Also erst ein Schluck Wodka und dann so ein süßes Getränk (das hätt ich auch weglassen können), das aus Marmelade und Wasser gemischt wurde. Das wurde dann reihrum getrunken. Immer einer gießt ein und gibt das Glas weiter...wirklich sehr witzig. Die Italienerin war aber schon auf dem Weg zur nächsten Party von zwei Schluck Wodka fertig...hat sie zumindestens gemeint. Ich hab dann noch den Rest des Abends ein wenig Rotwein getrunken...da wir es leider nicht bewältigt haben Bier zu kaufen. Das billigste alkoholische Getränk hier, das man auch im Supermarkt bekommt...eigentlich.
Kleiner Einschub: Tania (die Italienerin aus meiner WG) und ich wollten so gegen 20 Uhr Bier kaufen gehen. Theoretisch auch kein Problem, da unser Supermarkt bis 21 Uhr am Samstag und 23 Uhr in der Woche auf hat. Aber (und das war wirklich so!) die Regale in denen das Bier steht werden drei Stunden vor Ladenschluss "geschlossen". Also da werden große Stoffbahnen drüber gehängt. Das hat uns dann ein Mitarbeiter des Supermarkts erklärt, dass das geschlossen bedeutet. Komisches Völkchen die Norweger...
Auf alle Fälle gings dann zur spanischen Zombie-Party.
Für mich wars auch schön, weil ich endlich mal mit andern Rauchern gefeiert hab. Also ich hat ja schon Sorgen, dass ich hier in Norwegen deshalb nur schief angeguckt werde. Aber Sajol (wer weiß wie das geschrieben wird) war die Spanierin, die uns zu der Party abgeholt hat und die war richtig nett. Selber Raucherin und wie ich es gewohnt bin aus Deutschland, wenn sie rauchen ging hat sie gefragt, ob ich mitkomme.
Die Spanier werden mit mehr Alkohol auch richtig gesprächig...und sind einfach total nett.
Spanier können wirklich gut feiern...und erst die Busfahrt in die Stadt war auch richtig gute Stimmung. Es wurde gesungen und gelacht. Und keinen hat es gestört, dass man in den Kurven fast erdrückt wurde. Denn nach der Party hier in der Küche einer Studentenwohnung gings in eine Disko in die Stadt. Spontanerweise wurde im Bus das Ziel geändert, da unser eigentliches Ziel Studentersamfundet geschlossen hatte. Wurde mir erzählt...
Das Tanzen mit Spaniern in der Disko ist wirklich gut. Dann war allerdings Tania müde und ich hab angeboten mit ihr heimzugehen. Sie kannte den Weg nciht und wär komplett in die falsche Richtung gerannt. Aber ich hab ja in der Woche schonmal im hellen den Weg in die Stadt zu Fuß probiert und so waren wir relativ schnell (innerhalb von ca. 40 min) zu Hause. Also nachts um 3 Uhr gings ins Bett. Den heutigen Tag hab ich dann mit ausschlafen und entspannen verbracht.
16.3.08 19:57


eastertime is a very special time

Ja in Norwegen gibt es ausführlichen Winterurlaub über die Ostertage. Das führte dazu, dass schon am Montag der Campus wie ausgestorben war und ich eigentlich allein dort saß.
Ab Dienstag hab ich mich dann langsam auf meinen Urlaub vorbereitet. Ich hatte mir zwar den Hals verrenkt, aber die starke Hoffnung, dass es zu Beginn des Urlaubs weg ist.
So war das dann auch. Donnerstag ging es früh um 9 in Trondheim los. Bis Oppdal haben wir (René und ich) nicht ganz 2 Stunden gebraucht und dort pünktlich um 11 auf Maike gewartet. Als sie ankam haben wir erstma alles in ihr Auto gepackt. Ich hab meine Sachen in einen Rucksack umgepackt, den sie mir geliehen hat und sie konnte jedem von uns auch noch ne Hose zum Ski fahren leihen.
Dann gings ab in die Berge. Von Oppdal ca. 20 min in westliche Richtung. Dabei hatte Maike ganz schön zu kämpfen mit ihrem Auto vorwärts zu kommen. Vor einer Schranke, an der man bezahlen mußte war ein relativ steiler Hang und alle Autos hatten Probleme wieder anzufahren. So hat jeder bei jedem schieben geholfen. Wir sind dann auch irgendwann an der Schranke angekommen und danach gings nur noch leicht runter zum Parkplatz.
Vom Parkplatz aus lagen 9 km zwischen uns und unserer Hütte. Also haben wir unsere wirklich schweren Rucksäcke aufgesetzt und los gings. Für mein erstes Mal auf Langlaufski hab ich mich in 3 Stunden nur 6 mal hingelegt. Zu meiner Verteidigung kann ich das auch alles auf den Rucksack schieben. Eine falsche Bewegung und der hat mich nach unten gezogen. Landschaftlich wars richtig schön. Die Sonne schien und wir haben uns auch die Zeit genommen mal eine Pause zu machen. Natürlich nur kurz, weil es ja im Schnee schnell kalt wird. Die Norweger entzünden zu ihrer Pause kleine Feuerchen, bauen sich Sofas mit Schaufeln im Schnee und haben Isomatten und Felle zum draufsitzen mit.
Nach drei Stunden kamen wir endlich total erschöpft an der Hütte an und es gab zum Glück auch noch drei Schlafplätze für uns. Allerdings bissel anders als wir uns das gedacht hatten. Wir konnten zwar in der unbewirtschafteten kleinen Hütte schlafen mit 7 anderen. Aber kochen war über die Ostertage verboten. Jetzt hatten wir unser ganzes (schweres) Essen total umsonst mitgeschleppt. Wir mußten "middag" (=Abendbrot) bezahlen und in der großen Hütte mit essen. Wir habens dann als Belohnung für die Anstrengnung gesehen. Da haben wir dann auch 2 deutsche Ehepaare kennengelernt, die ihren Osterurlaub auch in der Hütte verbracht haben. Die hatten noch jeweils ein kleines Kind von 3-4 Jahren. Die sogar schon in dem Alter Skifahren lernen. Außerdem hatte die eine Familie noch ein Baby, das per Bauchtragetasche mit unterwegs war .
Das Abendbrot war eine leckere Fischsuppe, eine Lachsforelle und danach Schokopudding.
Damit wir am nächsten Tag nun nicht so schwere Rucksäcke hatten, haben wir uns dafür entschieden in der Hütte zu bleiben und nur eine Tagesrunde zu machen. Das waren dann ach schon 21 km erst schön gerade dahin, dann ein bisschen hoch und dann sehr viel steil hoch. Danach gings alles was wir hoch gelaufen waren auch wieder runter. Runter war für mich dann noch anstrengender als hoch, weil tatsächlich langsam die Kraft nach lies. Ich bin irgendwann dann einfach an einem sehr steilen Stück nur gelaufen und hab meinen Beinen eine Pause gegönnt. Bei einem der zahlreichen Stürze beim runterfahren üben, hab ich mir erneut meinen Hals verrenkt. So hab ich den Samstag zum Pausentag in der Hütte für mich erklärt.
Die andern beiden sind gemeinsam mit Maikes Kollegin, die abends noch ankam zu einem Gipfel aufgebrochen und sind auch bis fast hoch gekommen. Danach gings dann wieder runter und da bin ich froh, dass ich nich dabei war. Denn ohne gespurte Loipen im Tiefschnee ist runter richtig anstrengend und die andern haben wenigstens downhill Erfahrung.
Samstagabend mußten wir dann unsere kleine Hütte wegen einer Reservierung räumen und haben Ersatzbetten in der großen Hütte bekommen. Da wurde dann abends nach "Musik und Tanz" ein Matratzenlager aufgebaut. Eigentlich war meine Campingliege auch sehr weich. Aber sie stand direkt vorm Fenster und ich hatte die ganze Nacht kalten Wind und mußte mich richtig in meinen Schlafsack einwickeln. Außerdem haben von den ca. 11 Leuten im Raum ein oder zwei Männer sehr laut geschnarcht und ich kam kaum zum schlafen.
Während wir in unserer kleinen Hütte unser eigenes Frühstück essen durften, mußten wir in der großen auch das mitbezahlen. Also gabs nach der schlechten Nacht erstma Kaffee und lecker Marmeladenbrot.
Nachdem die andern beiden dann auch gefrühstückt hatten (die haben besser und länger als ich geschlafen) und wir alle bezahlt hatten, gings dann wieder langsam in Richtung Parkplatz. Mit Rucksäcken waren wir wieder um einiges langsamer und ich war die Schnecke der Gruppe. Die geliehenen Skischuhe von einer Kollegin von Maike waren eine Schuhgröße zu klein und so hab ich am ersten Tag Blasen gehabt und am zweiten Tag an jedem Fuß jeweils einen blauen Zeh. Das dauerte dann eben schon bei mir, da ich bei jedem Schritt an meinen blauen Fleck am Zeh gestoßen bin.
Um ca. 14 Uhr an Sonntag waren wir dann am Parkplatz und sind nach Oppdal gefahren. Während René noch mit nach Sunndalsora gefahren ist, bin ich nach Trondheim gefahren und hab nach einem schönen, aber anstrengendem Osterurlaub die norwegische Landschaft genossen.
24.3.08 10:55


Ostern ist vorbei

Ja die Arbeit hat mich wieder. Ich sitz immer noch an Uebungen zum warm werden mit ArcGIS 9.2, aber diese Woche soll dann auch mein Projekt richtig losgehen. Na schau mal ma.
Am Montag war ich ja schon wieder in Trondheim und hab mich vom Urlaub erholt. Abends gabs dann Pizza. Tania, die Italienerin aus meiner WG, hat erst einmal in ihrem Leben Pizza gemacht! Also hat sie ein Rezept aus dem Internet gesucht und Kostas, mich und noch eine andere Griechin zum Pizzaabend eingeladen. Das war wirklich lecker. Belegt war unsere Pizza mit irgendwelcher Wurst, die Evi mitgebracht hat, Pilzen, Tomaten und reichlich Kaese und schwarzen Oliven. Die kleinere zweite Pizza war dann mit Zwiebeln belegt.
Das lustigste fuer mich war, dass der Kaese nich als letztes oben drauf kam.
Dazu wurde noch schoen laut griechische Musik gehoert und getanzt. Also Kostas und ich nicht, aber die andern beiden. Zumindestens in der Zeit als auf den Teig gewartet werden musste, damit der aufgeht und die noch keinen Hunger hatten. Spaeter sassen wir dann gemuetlich am Tisch und haben der Pizza im Ofen zugeschaut beim backen und lecker Wein getrunken.
Ein sehr gemuetlicher Abend als Start in die Woche...und Fotos dazu wirds auch noch geben.
26.3.08 09:52


Neue Fotos

Hab heut die Fotos zum Pizzaabend hochgeladen. Da kann man dann auch ma meine Mitbewohner Tania aus Italien und Kostas aus Griechenland sehen. Außerdem war noch eine Griechin namens Evi zu Besuch.
Unser Norweger Jonas kam leider erst spät abends heim und hat zwar noch was von unser Pizza bekommen, ist aber auf keinem Foto.

Außerdem sind noch Fotos vom Studentby Moholt dazugekommen und zwei Fotos, die zeigen, wie ich die Wand in meinem Zimmer verschönert hab und dabei gleichzeitig norwegisch lerne.
29.3.08 13:34





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