tzscherli
Mein Semester in Trondheim als Karte --> hier!










Wieder mal Montag :)

Ja wieder ein Wochenende vorbei. Allerdings ein eher sehr ruhiges. Viel ist nicht passiert.
Am Freitagabend war ein Grillfest hier in Moholt, wo ich mal wieder zwei neue deutsche Mädels kennen gelernt hab. Ein schöner Abend mit Fleisch essen und quatschen. Ach und Wein hab ich auch noch getrunken.
Samstag hab ich dann erstmal richtig lange im Bett gelegen und dann darauf gewartet, dass Rainer ankommt. Das zog sich etwas hin, da wohl sein Flugzeug Verspätung hatte. Naja ich hab dann mein Fenster aufgemacht und mich bei Sonne am Schreibtisch sitzend gesonnt .
Sonntag wo ich dann eigentlich gern nach Munkholmen einer kleinen Insel im Hafen von Trondheim gefahren wäre, wars kühl und regnerisch. Also nicht zum draußen sitzen. Naja, da war der Sonntag dann eben ein Wasch- und Erholungstag.
Heute bin ich dann früh mit Rainer zum Gloshaugen-Campus gelaufen und wir haben versucht seine Semesterbestätigung und Studentenausweis zu holen. Das hat beim ersten Versuch nicht geklappt, weil die Datenbank zu langsam arbeitet. Später hats dann aber doch geklappt und wir sind mit meinem Auto nochma schnell von Dragvoll rüber gefahren.
Bei Jan angekommen, hat der soviel gesagt wie "Bianca sagt und zeigt dir alles". Naja, da hab ich dann heute Rainer erstmal alle Übungen gegeben, die ich auch am Anfang zum warm werden hatte. Morgen oder übermorgen wird er dann eventuell schon mit den ersten Disasterdaten in Afrika anfangen können.
Dadurch, dass Jan uns heute nochma durchs Institut geführt hat, hab ich jetzt ne Kaffeemaschine im Raum. Der wird immer besser ... .
Naja und heute ist das Wetter dann auch endlich wirklich Sommer. Nach Jans Aussage bleibt das jetzt auch so. Da hoff ich doch auf Ausflüge am nächsten Wochenende.
2.6.08 18:22


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Natur pur

Dieses Wochenende hab ich die ganze Natur Norwegens in vollen Zuegen geniessen koennen.
Am Freitagabend gings mit Tania, René und Rainer in meinem Auto los. Ziel war eine kleine Huette im Wald, die René, weil er Mitglied im Sportclub der Uni ist, fuer uns gebucht hatte. Nach ca. 2 Stunden Fahrt waren wir dann da. Schon die Fahrt war schoen fuer mich, da man ja als Fahrer nicht in Gepaeckbergen versteckt wird. Bisher haette ich auch nicht gedacht, dass ich mit meinem kleinen Auto ueber Waldwege fahren werde ... aber meinem Auto gehts immer noch so gut wie vorher.
An der Huette angekommen haben René und ich uns erstmal total ueber nicht zu weiche Matratzen gefreut. Danach wollten wir eigentlich einen der norwegischen Einweggrills benutzen, um unser Abendbrot zu machen. Aber die Entscheidung war dann, dass ein Lagerfeuer viel schoener ist. Zaehneputzen fand dann abends gemeinsam am Fluss statt. Ein kleiner schoener Fluss genau neben der Huette.
Frueh sind wir tatsaechlich zum Baden in den kalten Fluss gegangen. Springen war nur wegen der Steine nicht moeglich sonst haett ich das bevorzugt. Danach gabs dann lecker Fruehstueck auf einem der grossen Steine im Fluss. Den Tag haben wir dann mit wandern verbracht. Das war dann zum Teil ein bissel nass an die Fuesse wegen dem Moor bzw. Sumpf oder der ganze Boden war ausgetrocknet wie Wueste oder Schnee. Also wir hatten wirklich alles dabei. Und dank reichlich Sonne haben wir alle in Abstufung rot im Gesicht, auf den Armen oder Handruecken oder so. Unsere Mittagspause war dann im Schatten eines grossen Steins auf dem hoechsten Punkt fuer diesen Tag. Danach wurde dann erstma reichlich Siesta gehalten. Rueckzu wurden unsere Fuesse dann ganz schoen nass, weils in Norwegen mit Wanderwegen nicht so weit her ist. Mit Kompass, Tanias Hoehenmesser und Karte haben wir uns trotzdem zur Huette zurueck gefunden.
Abends hatten wir eigentlich erwartet 4 andere Leute in der Huette zu treffen, aber die kamen nicht. Da haben wir unser Bad im Fluss eben wieder allein genossen. Abends war das Wasser sogar ein wenig waermer als frueh.
Unser Abendbrot an dem Tag sollte Pasta mit Bolognese sein. Aber da wir den Kocher in der Huette nicht bedienen konnten ... da war aber auch nciht das passende Werkzeug ... haben wir wieder ein Feuer gemacht. Und mit einem Geruest aus drei kleinen Baumstaemmen den Topf mit Hilfe von Mullbinden uebers Feuer gehaengt. Das Wasser wollte zwar nicht wirklich kochen, aber es war warm genug, dass wir die Nudeln nicht hart essen mussten.
Fuer frueh haben wir uns dann noch die restlichen Kartoffeln vom Vorabend mit Tomaten und Eiern gebraten. Wir haben also so richtig Natur erlebt und mitten im Feuer gekocht und gebraten. Und ansonsten war der Abend eben mit am Feuer sitzen Bier und Wein trinken und Chips essen schnell vorueber. Das schoene an Norwegen ist ja aber, dass man sogar nachts um eins noch im hellen sitzt. Auch wenn dann die Sonne weg ist, ist es ja nciht dunkle.
Sonntag frueh haben wir dann gleich nach dem aufstehen ein Fotoshooting mit uns beim baden im Fluss gemacht. Nur fuers Bild hab ich mich dann auch wieder ins kalte Wasser gehockt. Danach gabs wieder lecker Fruehstueck diesmal an der Feuerstelle. Und danach mussten wir noch die Huette saeubern und alles ins Auto packen. Dann gings zu einem Parkplatz im Wald und von da aus sind wir dann wieder wandern gegangen. Diesmal war dann auch das Wetter eher bewoelkt und nicht so warm. Erst war es auch nur normaler Weg mit ab und zu mal einem Bach, den man dann entweder ueberspringen oder mit ueber Steine laufen ueberqueren musste. Das gab natuerlich auch lustige Fotomotive. Und dabei gleich der Hinweis Fotos folgen die naechsten Tage.
Wir sind dann fast die ganze Zeit in relativ flacher Umgebung gelaufen und dann gings nochmal ganz schoen berghoch. An irgendeinem Punkt hab ich mich dann ins Gras gelegt, weil mir doch noch die Fuesse vom Tag vorher weh taten und wir von der Zeit eh nur noch ne halbe Stunde wandern wollten. Das haben die andern dann auch gemacht in dem sie den Berg weiter hoch gerannt sind.
Abends um 19 Uhr waren wir dann wieder am Auto und sind noch zwei Stunden zurueck nach Trondheim gefahren.
Mit Nudelsueppchen und dem Fussballspiel Polen gegen Deutschland im Fernsehen haben wir den Abend ausklingen lassen.
9.6.08 10:18


Fussball, kochen und ueben

Genau damit ist die Woche schon wieder wie im Nu verflogen. Die ganze Woche sass ich an Uebungen im ArcGis und habe mich auf den Kurs vorbereitet, den Jan naecshte Woche gibt und wo Rainer und ich als Assistenten waehrend der Uebungen helfen. Deshalb haben wir auch diese Woche schon die Uebungen gemacht und selber ausprobiert wie gut die Erklaerungen dafuer waren. Morgen muessen wir dann auch nochmal arbeiten kommen, um alles fuer die Kursteilnehmer abzuheften. Da bekommt jeder einen schicken Ordner mit Vorlesungs- und Uebungsskripten.
Dann war ja gestern abend auch noch das eher fuer Deutschland schlechte Fussballspiel. Da René keinen Fernseher hat, war er dann bei mir und ich hab nebenbei Crépes gemacht. Die haben wir dann herzhaft gegessen mit Fleisch, Salat und Kraeuterquark gegessen. Sehr lecker und danach waren wir beide wirklich richtig voll.

Naja und jetzt hab ich endlich alle Uebungen fertig und werd heut abend vielleicht die Woche im Basement ausklingen lassen. Wenn ich es jetzt bewaeltige gibts noch aus einer der Uebungen einen netten Screenshot auf den Fotoblog.
13.6.08 17:30


Party :)

Was für ein nettes Wochenende. Es begann am Freitag mit einem ruhigen Abend und netten Gesprächen im Basement. Dabei lief das Fussballspiel Niederlande gegen Frankreich. Da muss man dann natürlich in einem internationalen Basement bissel aufpassen, da z.B. Freitagabend auch Franzosen anwesend waren. Die macht man sich dann vielleicht nicht zu Freunden, wenn man im falschen Moment jubelt.
Aber ich war ja auch mehr in der Mädelsecke, die an der Bar war. Da haben Tania (meine italienische Mitbewohnerin) und Eva (eine Deutsche, die Dienstag heimfährt) gearbeitet. Das war so auch ganz lustig und ich hab mal wieder ein paar neue Leute kennen gelernt. Natürlich wieder Deutsche ... Rainer und René waren auch da und da war es ein ganz netter Abend. Und dann hat Eva mich noch zu ihrer Party am Samstag eingeladen.
Samstag hab ich dann bis gegen 11 Uhr geschlafen und dann mußte ich zur Arbeit. Samstag war es aber kein richtiges arbeiten. Es war nur die Vorlesungen kopieren und in Ordner heften, die Jan jetzt die Woche für den Kurs braucht. Jeder Kursteilnehmer wird nämlich einen schönen Ordner bekommen mit allen Skripten für Vorlesungen und Übungen.
Am Abend war ich dann gegen 22 Uhr bei der Party von Eva und hatte eine Menge Spaß (vielleicht lags auch an Wodka-Cola). Gegen Mitternacht haben wir dann den letzten Bus ins Zentrum genommen und einige sind mit dem Fahrrad runter gefahren. Im Zentrum gings dann in einen Club namens "Sturas". Kostet zwar Eintritt, aber war wirklich nett und ich hab sogar getanzt. Die meisten von euch wissen ja sicher, dass das ne echte Seltenheit ist. Aber hier ist das eben anders. Irgendwann gegen um 3 (denk ich) sind wir dann wieder nach Moholt gegangen. Also ich bin mit noch 3 anderen gelaufen und die anderen haben ein Taxi genommen. Danach gabs dann noch Fischstäbchen als "After-Party-Breakfast" bei Eva in der Küche. Und schon um dreiviertel fünf heut früh lag ich im Bett.
Gegen 10 hab ich zwar mal die Augen geöffnet, aber mich dann doch wieder rumgedreht. Erfolgreich wach war ich dann kurz nach 12 Uhr dank Renés Anruf. Da war dann Nachmittagsplanung angesagt. Nach bissel überlegen und Blick aufs Wetter war dann entschieden, dass es an einen Badesee am Rand von Trondheim geht. Wir sind mit dem Auto hingefahren und dann sind das vielleicht 5 Minuten fahren und dann noch 10 Minuten berghoch laufen. Allerdings war mir zu kalt und ich bin nicht reingegangen. Die Sonne hat sich für mein Gefühl auch etwas zu oft hinter den Wolken versteckt. Später kamen dann auch noch Leute aus Venezuela und Italien und Norwegen ... an, die René kannten. Die waren mit dem Fahrrad da und sind bis auf ein Mädel auch alle ins Wasser. Also auch René ist dann noch ein zweites Mal ins Wasser gegangen. Dabei kann ich nur sagen, dass ich keine Mimose bin, aber es wirklich kalt war. So hatten dann mehrere der Jungs nach dem Baden gelbe Finger oder Füße bzw. Zehen wegen Blutmangel und alle hatten dunkelblaue Lippen. Kein Wunder, dass ich da nicht rein wollte.
Dann gings aber relativ schnell nach Hause, als sich eine riesige Wolke vor die Sonne geschoben hat und es verdammt doll nach Regen aussah. Aber bis jetzt hats nur ein wenig genieselt. Das schlimmste Wetter ist wahrscheinlich vorbei gezogen an Trondheim.
So für mich heißt es jetzt bald ab ins Bettchen. Da morgen der Kurs beginnt, möcht ich möglichst pünktlich in der Uni sein.

Viele liebe Grüße in das warme schöne Deutschland mit dem Badewetter *neidischguck*
15.6.08 20:19


Der Kurs, die Familie, die Planung ...

Letzte Woche war ja nun der Kurs von meinem Professor fuer PhD-Studenten der Welt. Als Kursteilnehmer waren zwei Amerikaner, zwei amerikanische Studenten (aus Indien und Korea), viele aus England (darunter auch zwei deutsche PhD-Studenten, die das in Essex) und natuerlich reichlich Norweger und ich glaub auch eine Schwedin dabei. Der Kurs war wirklich toll. Ich konnte mich mit allen gut unterhalten, hab die Vorlesungen interessiert mit angehoert und in den Uebungen als Assistentin bei manchen Fragen geholfen.
Ausserdem haben die Busse in Trondheim von Montag bis Mittwoch gestreikt und ich bin auch noch als Taxifahrerin eingesprungen. Das bedeutete dann Montagabend welche ins Zentrum fahren, Dienstag und Mittwoch dann frueh an einem Treffpunkt um 8.30 Uhr stehen und auch Dienstagabend noch welche ins Zentrum bringen. Aber auch das hat sehr viel Spass gemacht und ich hatte lustige Gespraeche.
Fuer ein interessantes Abendangebot in der Woche hat Jan auch gesorgt. So haben wir uns Dienstagabend alle in einer Bar in der Stadt getroffen und dann gemeinsam das Italienspiel gesehen.
Mittwoch gings nach dem Kurs zu einem Spaziergang durch den Wald mit Stop an einer Huette, wo ich meinen ersten Rømmegrøt probiert habe. Das war interessant, aber sehr stopfend. Uebersetzt heisst das soviel wie Sauerrahmbrei und wird mit Zucker oder wer will mit Zucker-und-Zimt gegessen. Genau ... das is wie Griesbrei. Den ess ich ja aber nich so gern. Also hab ich die erste Schicht mit dem Zucker vorsichtig runter gegessen und danach war es lecker saeuerlicher Brei. Aber eben viel zuviel. So das ich nur ein paar Loeffelchen gegessen hab und danach zum platzen voll war. Und auf dem Rueckweg hatte ich dann auch noch das Gefuehl, dass das im Bauch noch weiter waechst.
Donnerstagabend waren wir dann alle zu Jan nach Hause eingeladen und er hatte von einem vegetarischen Restaurant Essen bestellt. In geselliger Runde haben wir dann beisammen gesessen und Bierchen getrunken. Bis ich dann nach einem Telefonat mit Diana den Zwischenstand 2:0 beim Spiel Deutschland gegen Portugal kannte.
Die beiden deutschen aus dem Kurs und ich waren ueberascht und haben uns natuerlich bissel geaergert, dass wir das Spiel nun verpassen, in dem Deutschland vielleicht doch nciht so eindeutig verliert. Da ist dann eine andere aus dem Kurs fragen gegangen, ob Jan nicht irgendwo nen Fernseher fuer uns hat. Und tatsaechlich durften wir dann im Schlafzimmer das Spiel gucken. Zur zweiten Halbzeit waren in dem kleinen Raum und auf dem Bett dann ca. 8 oder 9 Leute. Die Norweger sind eben wirklich nett und tuen alles fuer ihre Gaeste.
Freitag war der Kurs dann vorbei und ich bin gleich nach der Uni zu dem Campingplatz aufgebrochen, auf dem Oma und Opa waren. Endlich wieder Familie .
Abends kamen dann noch meine Tante und Onkel an. Waehrend die beiden dann das Wohnmobil uebernommen haben, haben Oma und Opa in eienr Huette auf dem Zeltplatz geschlafen und den Pkw fuer ihre Rueckfahrt bekommen.
Ich hab dann auch mit Oma und Opa in der Huette uebernachtet. Abends haben wir bei einem Glaeschen Wein beisammen gesessen und gequatscht.
Samstag gings dann nach Trondheim in die Stadt. Treffpunkt hatten wir vorm Dom ausgemacht und nachdem wir da drin waren sind wir noch eine kleine Runde in der Stadt gelaufen. Um 13 Uhr haben wir uns dann noch ein 20 minuetiges Orgelkonzert im Dom angehoert und danach gings zum Essen in den Fernsehturm. Ich bin dann ins Wohnheim telefonieren gegangen und die andern sind zum Campingplatz zurueck gefahren. Abends bin ich dann auch wieder dahin und wir haben wieder lecker Wein getrunken.
Sonntag sind dann die Wohnmobilfahrer frueh gegen um 9 Richtung Lofoten aufgebrochen. Mit Oma und Opa haben wir uns dann in Moholt getroffen. Die beiden haben sich meine Wohnung angeguckt und dann sind wir zum Campus spaziert. Dort haben wir mein Buero angeguckt und ich hab Opa meine Daten gezeigt. Vom Campus aus gings dann wieder zum Fernsehturm zum Essen. Die Aussicht von da oben ist eben so toll, dass jeder zweimal hin will. Sogar unsere Hoehenangst geplagte Familie.
Danach sind Oma und Opa dann Richtung Heimat aufgebrochen und ich hab den Nachmittag mit Tania verbracht und schonmal mit der Planung fuer unseren Lofotentrip angefangen. Der soll ja schliesslich Freitag losgehen .
23.6.08 11:44





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