tzscherli
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Lofotenurlaub

Am Donnerstagabend war letzte Planung und Sandwichs vorbereiten fuer unsere Fahrt zu den Lofoten. Ein Urlaub fuer die naechsten 5 Tage stand an. Und es galt hoffen fuer gutes Wetter.
Freitagmorgen hatte ich die Abfahrt auf halb drei angesetzt und eine Stunde spaeter konnte es dann endlich losgehen. Uns standen 12 Stunden Autofahrt bevor. Aber in ganz gemuetlichem Tempo mit Pausen aller 2 Stunden. Ausserdem auch Sightsseeing am Nordpolarkreis. Die Faehre ging von Bodø und fuhr drei Stunden nach Moskenes auf den Lofoten. Dort haben wir uns dann abends gegen 22 Uhr einen schoenen Platz zum campen in der Wildnis gesucht etwas hoeher als der Ort gelegen. Wir wachen in Å im Sueden der Lofoten, wo die Strasse auch wirklich endet und es nich weiter geht.
Nachts wars dann zwar dank sehr viel kaltem Wind ganz schoen frisch, aber nicht zu kalt. Morgens sind wir dann in einer herrlichen Umgebung der Berge aufgewacht und hatten einen tollen Blick ueber das Meer. Beim Zeltabbau hat dann der Wind das Zelt ein Stueck fortgeweht und beim fangen danach bin ich auf der moosweichen Wiese genau auf den einen Stein gefallen und hab mir mein Knie geprellt.
Nach einem Fruehstueck gegen um 11 am Auto haben wir uns dann Å erstmal angesehen. Ein kleines Doerfchen, das mehr lebendes Museum fuer Trockenfisch ist als alles andere. Von da aus sind wir weiter nach Reine gefahren, wo ich mich dann mit meiner Tante und meinem Onkel getroffen hab, die ich in Å nur knapp verpasst hatte. Auch Reine ist ein kleines Staedtchen, aber eigentlich mehr beim Blick auf die Stadt von Ferne als wirklich in der Stadt.
Anschliessend gabs irgendwo am Rand der Strasse eine Rast nah am Wasser natuerlich mit kalten (richtig kaltem) Wind. Aber die Sonne schien und die Umgebung war einfach nur toll. Berge wie in den Alpen und Wasser blau wie in der Karibik. Danach ging es dann weiter zu einem besonders tollem tuerkisblauen Strand, an dem wir dann auch gebadet haben. So furchtbar kalt war das Wasser und der Wind garnicht. Und im Vergleich zum kalten Bergbach beim wandern letztens wars schon warm .
Nachdem wir uns schon einen schoenen Platz zum zelten und gleichzeitig Mitternachtssonne beobachten ausgeguckt hatten, sind wir noch nach Nusfjord gefahren. Ein kleines lebendes Museum, dass sich aber nicht wirklich von den andern kleinen Orten auf den Lofoten unterscheidet. Nur in den Reisefuehrern total gelobt wird.
Nach rumrennen und springen am Strand war es diesmal dann noetig, dass das Zelt eigentlich genau neben meinem Auto steht, weil ich kaum laufen konnte. Wir haben dann eine Stelle zwischen zwei Grashuegeln gefunden, damit wir auch ein bissel Windschutz hatten.
Der naechste Tag ging dann gegen 10 Uhr los. Da die andern beiden sich an dem Tag sehr resistent gegen meinen Wecker und jeglichen andern Laerm, den ich gemacht hab, gezeigt haben. Fruehstueck gabs dann meinem Knie zuliebe am naechsten Rastplatz 2 Minuten entfernt mit dem Auto von unserm Schlafplatz. Dort hatten wir einen Tisch, die andern beiden hatten nur eine Minute Fussweg zum naechsten weissen Sandstrand fuer ihr Morgenbad und Toilletten gab es auch. In denen man dann alle Reisebuspassagiere aergern konnte, in dem man sich minutenlagn die Zaehne da drinnen putzt.
Der Tag war dann fuer das Wikingermuseum eingeplant. Da wollte Tania unbedingt hin und auch René und ich fanden die Idee gut. Da gabs dann ein Winkingerschiff und das Haupthaus vom Wikingerchef zu sehen. Und fuer kleine Kinder auch genug Moeglichkeiten sich auszutoben . Im Anschluss wollten wir nur nach Svolvæer fahren, um uns ein Pub zum Fussball gucken zu suchen. Mehr durch Zufall hab ich dann den Zeltplatz, auf dem meine Tante und mein Onkel standen gesehen und es gab vorher noch eine schoene warme Dusche. Danach gings in Svolvær ins Pub, um das Fussballspiel zu sehen und lecker Pizza gabs fuer mich und René. Auf der Fahrt hatten wir schon wieder eine Bucht mit einem wunderschoenen Strand entdeckt und dahin sind wir dann zelten gefahren. Besser hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gezeltet. Wir haben extra nur das Fliegengitter zugemacht, damit wir die ganze Nacht den schoenen Blick aus dem Zelt geniessen konnten.
Morgens begann der Tag dann mit einem Bad in dem diesmal waermeren Wasser. Besser koennen die Urlaubsbilder aus Kroatien dann auch nicht aussehen. An diesem Tag war auch endlich mal der kalte Wind weg und mann konnte in Sommerschuhen rumlaufen. Nach dem Fruehstueck und Zelt abbauen gings nach Henningsvær. Einem schoenen kleinen Staedtchen in den Lofoten, wo nicht nur Holzhaeuschen stehen. Nach Spaziergang, Mittagessen und aergern ueber deutsche Touristen gings dann weiter nach Svolvær. Auf dem Weg dahin haben wir noch an einer grossen Holzkathedrale gehalten. Die war aber leider geschlossen ...
In Svolvæer haben wir dann nur kurz die Kirche besichtigt, den Marktplatz und die Touri-Info besucht. Nach einem Kaffee bzw. einem Eis gings dann nach Lødingen im Norden. Dort faehrt stuendlich eine Faehre ab, die nur 1,5 Stunden bis zum Festland braucht und dementsprechend billiger ist als die Faehre, die wir hinzu hatten, die drei Stunden brauchte. Dafuer faehrt man aber auch weiter Auto was fuer mich eigentlich nur toll ist.
In Bognes angekommen, gings dann in Richtung Sueden, wo wir in der Naehe von Fauske noch einen Wasserwirbel sehen wollten, den wir hinzu weggelassen haben.
In Norwegen kann Auto fahren schon langweilig werden. Die Natur ist toll, saftiges gruen und Berge wechseln sich mit Wasser ab. Aber die Strasse geht immer nur hoch und wieder runter. Und ploetzlich ...
... es sah erst aus wie ein grosses braunes Pferd. Stand hinter der Leitplanke (zum Glueck) ein Elch!!! Ja wir haben den nur kurz gesehen und Fotos konnten wir so schnell wie der dann weg war auch nciht machen. Aber gefreut haben wir drei uns trotzdem riesig.
Dann gabs wieder ma ne nette Fotopause wegen "Sonnenuntergang". Wobei die Sonne nur ein wenig hinter ein paar Bergen verschwinden wollte. Mittlerweile war es auch schon nachts um eins. Und René meinte kurz danach wieder "Halt an!". Das ist kein besonders seltener Satz, denn wenn er ein Foto machen moechte, macht er das nicht durch die Scheibe vom Auto sondern steigt aus. Aber da stand etwas weiter entfernt wieder ein Elch auf der Wiese. Fuer mich sah das eher aus wie ein Busch oder ein komisch geformter Stein. Naja ich hab brav geparkt und Tania konnte aussteigen. Waehrend sie wie in Trance auf den Elch zuging, sind René und ich beim Auto geblieben und haben uns von da das Schauspiel angeguckt. Doch der Elch ist irgendwann bevor Tania zu nah war dann doch aufgestanden und gegangen.
Keine 2 Minuten nachdem wir weiter gefahren waren, mussten wir wieder anhalten. Diesmal drei Elche (moeglicherweise aber der von vorher auch dabei) und diesmal nciht im hohen Gras kaum zu sehen, sondern richtig frei und gut zu erkennen. Das war wirklich ein guter Abschluss der Fahrt. Ich nehme an, dass das mit der Zeit zu tun hatte, da wir ja mitten in der Nacht unterwegs waren.
Danach haben wir uns noch den Wasserwirbel angeguckt, den wir uns alle ein bissel beeindruckender vorgestellt hatten. Dort haben wir auf dem Parkplatz fuer die Touri-Busse dann wirklich genau am Auto gecampt. Aber eigentlich ist eine 4 stuendige Pause von 2 bis 6 in der Nacht ja auch gar kein campen. Das ist ja nur eine sehr lange Rastpause.
Morgens um 7 sind wir dann weiter nachdem wir nochmal unten am Wasser waren und wieder nichts beeindruckendes gesehen haben. An ner Tankstelle gabs dann noch Kaffee, beim Nordpolarkreis Fruehstueck bei Regen im Auto und Shopping im Souvenirshop. Danach folgte stundenlanges Auto fahren in Richtung des guten Wetters. Irgendwann waren wir dann raus aus dem Regen und abens halb 7 waren wir dann bei super schoenen Sommerwetter zurueck in Trondheim.
2.7.08 17:26
 


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